Ideensammlung – Natur erleben

02.03.2026 | Info

Einstieg

Suchspiel

Die Kinder bekommen alle (allein oder zu zweit) eine Liste mit Dingen, die sie in der Natur zu finden haben. Die Liste dem Alter der Kinder anpassen, für grössere schwierigere Sachen wie z.B. „Dein Cevi-Name“, „etwas das genau so lang ist wie dein Schuh“, „etwas essbares“; für kleinere Kinder Bilder statt Wörter auf der Liste verwenden, z.B. „eine Blume“, „ein Stein“, „Abfall“. etc. Ca. 10 – 20 min Suchzeit, je nach Grösse der Liste. Von Vorteil ist auch ein Behälter pro Kind um Dinge zu sammeln, z.B. Eierkarton. Dinge können anschliessend gemeinsam bewundert, bewertet oder in weitere Spiele/Aktivitäten eingebunden werden.

Vorteil: Einfach auf Programmthema anpassbar, Kinder nehmen Umgebung aktiv war

Geräuschekarte

Die Kinder bekommen je ein Blatt mit grossem Kreis und Mittelpunkt eingezeichnet, Bleistift und Unterlage. Jedes Kind sucht sich einen eigenen Platz und hört still zu, was es alles hört (Vögel, Auto, Wind etc.) Das gehörte wird auf dem Blatt notiert/gezeichnet in relation zu sich selbst. Der Mittepunkt ist man selbst, nahe Geräusche in der Mitte, fernes am Rand des Kreises, sowie Geräusche vor einem oben im Kreis, von hinten unten usw. So entsteht während 10 – 15 Minuten eine Geräuschkarte. Zur Auswertung Kinder erzählen lassen, wer etwas spanendes/besonderes gehört hat.

Vorteil: Ruhiger Einstieg, Fokus auf hören/Umgebung anders wahrnehmen.

Spiegel laufen

Die Kinder in Zweierteams einteilen, ev. auch Leiter*in/Kind-Combo machen. Ein Kind bekommt kleinen Spiegel, hält in so waagrecht unter die Nase das der Spiegel praktisch das gesamte Blickfeld einnimmt und man dadurch ohne Kopf zurücklegen senkrecht noch oben sieht. Zweites Kind führt nun das Kind mit Spiegel durch den Wald und schaut, dass es nicht stolpert/wo reinläuft. Nach 5 min wird gewechselt. Als Variante/Challenge können Hinweise/Buchstaben etc. in den Ästen versteckt werden, die es zu finden gilt.

Vorteil: Neue Perspektive auf gewohnte Umgebung

Fremde Gegenstände

Entlang eines definierten Wegstückes werden 10 – 20 künstliche Gegenstände versteckt. Die Kinder laufen zusammen oder in Gruppen das Wegstück ab und versuchen möglichst viele Gegenstände zu finden. Anschliessend gemeinsame auflösung.

Vorteil: Aufmerksamkeit schärfen, üben die Umgebung genau abzusuchen

Unterricht

Tastspiel

Leitung sammelt Blätter/Früchte/Blüten von 3 bis 7 Pflanzen. Pro Kind ein Objekt. Kinder stellen sich in einer Reihe auf, Hände hinter dem Rücken, Blick in die Natur wo alle Pflanzen von denen Objekte gesammelt wurde sichtbar sind. Leitung verteilt jedem Kind ein Objekt, nur mit tasten muss nun die Pflanze gefunden werden, von dem das Objekt stammt. Anschliessend Auflösung, jede Pflanze kurz erklären woran man sie erkennt und mind. 1 Funfact erzählen.

Vorteil: spielerisches lernen von Pflanzen, mehrere Sinne anwenden

Becherlupen

Kindern Einführung in Insekten/Krabbeltiere geben. Anschliessend Umgang mit Becherlupe erklären, Tiere vorsichtig fangen, nur kurz gefangen lassen, keine Schmetterlinge und nichts schleimiges fangen. Anschliessend Kinder allein oder zu zweit Becherlupe geben und Krabbeltiere fangen lassen. Gefangenes versuchen so weit wie möglich zu bestimmen, besonderes allen zeigen, danach wieder am Fundort freilassen.

Vorteil: Aktiv, neue Tiere kennenlernen, Naturvielfalt erleben

Keschern

Benötigt viel Ausrüstung, bei der Schule anfragen ob vorhanden und ausleihbar, alternativ Ausflug in ein Naturzentrum das diese Aktivität anbietet. Grundsätzlich ist die Idee mit Kescher Wassertiere zu fangen und unter Mikroskop (Lupe reicht bei grösseren Tieren ev.) betrachten und bestimmen.

Vorteil: Aktiv, neue Tiere kennenlernen, Naturvielfalt erleben

Kräuterbutter

Kindern einige essbare Pflanzen vorstellen und Erkennungsmerkmale zeigen. Sammelregeln erklären (immer 2/3 stehen lassen, nur sammeln was 100% sicher essbar ist, nicht zu viel gesammeltes essen (grössere Mengen von essbaren Pflanzen können schädigend sein!)), anschliessend Kinder Pflanzen sammeln lassen. Gesammeltes kontrollieren, waschen und Hacken. Mit Butter vermischen (oder einfach auf Butter streuen), auf Brot/Darwida streichen und geniessen.

Vorteil: selbst gemachter Zvieri, Naturnutzen erleben

Kreativ

Postkarte kleben

Vor Programm weisse Postkarten auf einer Seite mit einem Stück Teppichklebband bekleben. Im Programm jedem Kind eine Postkarte verteilen, Schutzfolie abziehen und mit gesammelten Naturmaterialien (winzige Blätter, Blütenbläter, Nadeln, etc.) bekleben. Anschliessend von Leitung vorsichtig mit sehr feinem Sand (z.B. für Vogelbäder) bestreuen, so das keine klebrigen Stellen mehr übrig sind. Der weisse Rand der Postkarte kann durch verreiben von Blütenblätter gefärbt werden.

Nester bauen

Kinder alleine oder zu zweit Nester für bestimmte Tiergruppe (Vögel, Bienen, Igel, etc.) bauen lassen. Kann kreativ mit Naturmaterialien, praktisch mit Werkzeuge (Anleitungen im Internet suchen) oder kompetitiv (welches Nest 1m ab Boden kann am meisten Steine tragen?) gemacht werden. Für Fröschli Kinder empfiehlt sich ein kleines Plüschtier, dass in alle Nester sitzt und erzählt, wie gut es ihm hier gefällt.

Trittsiegel aus Gibs

Achtung, anspruchsvoll! Schöne Tierspur (Trittsiegel) im Schlamm oder Sand suchen, mit Plastikband (z.B. aus Petflasche) und Büroklammern umschliessen und nach Anleitung vorbereiteter Gibs reingiessen. Abwarten bis hart und vorsichtig enfernen. Sand und Dreck abwaschen. Falls keine Trittsiegel auffindbar sind, gibt es noch die Möglichkeit mit Stempel in einen vorbereitenten Untergrund selber Tierspuren zu machen, die dann ausgegossen werden können.

Samenbomben selber machen

Einheimische Blumensamen (Bonuspunkte wenn selber in Blumenwiese gesammelt) mit gesiebter Erde und Tonpulver (in Drogerie erhältlich) mischen. Verhältnis ca. 1 Teil Samen, 3-4 Teile Tonpulver, 4-5 Teile Erde. Wasser schluckweisse hinzugeben, bis eine klebrige aber nicht flüssige Masse entsteht. Zu Kugeln formen und trocknen lassen. Fals Kugeln nicht zusammenhalten, mehr Tonpulver hinzufügen. Kugeln in Eierkarton packen und Kindern mitgeben – müssen zuhause noch 2 Tage fertig trocknen!